Foto:Ewald Hüther, Winteramsel im Flug

Herzlich willkommen beim NABU Zweibrücken

 

Liebe NABU-Mitglieder!

Wir freuen uns sehr, alle neue NABU Mitglieder hier begrüßen zu dürfen. Fast 900 sind durch die Werbeaktion dazugekommen. Insgesamt haben wir jetzt über 2 200 Mitglieder. Dies zeigt uns, wie wichtig das Thema Natur gerade in dieser Zeit ist und wie viele sich für den Naturschutz einsetzten wollen.

Von unserem Halbjahresprogramm 1/2020 konnten wir coronabedingt nicht viel realisieren. Für 2/2020 mussten wir unser Programm ausdünnen und einzelne Programmpunkte den aktuellen Gegebenheiten anpassen. Dabei gäbe es so viel zu tun. Erst einmal würden wir gern die zahlreichen Neumitglieder kennenlernen und begrüßen. Ein Forum dafür ist der NABU-Stammtisch. Inzwischen findet dieser wieder jeden ersten Mittwoch im Monat unter Einhaltung der gültigen Hygiene-, Abstands- und Kontaktbeschränkungen statt.  Auch an den Arbeitseinsätzen halten wir fest: Arbeit im Freien, Abstandsgebot wird eingehalten, also ebenfalls eine gute Gelegenheit, bei gemeinsamer aktiver Arbeit für die Natur einander kennenzulernen. Die NAJU Kindergruppe trifft sich auch wieder regelmäßig – wie immer im Freien – und freut sich über neue Kinder (bitte anmelden). Insgesamt haben wir den Fokus auf Exkursionen und Freiluftaktivitäten gelegt.

Die NABU-Arbeit ist weitergegangen. Wir haben die NABU-eigenen Flächen, die wir vor einem naturzerstörerischen Zugriff einer industrialisierten Landwirtschaft schützen wollen, selbst gepflegt und in unserem Sinne bearbeiten lassen. Dabei suchen wir bewusst den Dialog mit der Landwirtschaft. Wir kümmern uns um Naturfrevel, wo wir ihn bemerkt haben bzw. wo wir von Mitgliedern einen Hinweis bekommen haben. Wir kartieren und katalogisieren auf zwei aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommenen Flächen die Entwicklung der Natur. Wir haben Initiativen gegen Flächenfraß, Schottergärten und die Dominanz des motorisierten Straßenverkehrs sowie solche für mehr Bäume und den Erhalt von Grün unterstützt. Das alles werden wir fortsetzen. Der NABU hat mit steigender Mitgliederzahl zunehmend auch ein politisches Gewicht. Die Nah- und Fernziele des NABU können Sie aus der Mitgliederzeitschrift ersehen. Der NABU Zweibrücken hat Gutachten über die Naturverträglichkeit bestimmter Bauvorhaben erstellt. Einige unserer Vorstellungen und Bedingungen warten leider noch auf die Realisierung. Auch hier haben wir umso mehr Einfluss, je mehr Sie uns helfen.

Im NABU Zweibrücken arbeiten Laien. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie sich aktiv einbringen würden. Sie könnten an ein Vorstandsmitglied eine Nachricht geben, wofür Sie sich besonders interessieren, und zu welchen Aktivitäten wir Sie gezielt ansprechen oder einladen dürfen. Vielleicht haben Sie spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten, mit denen Sie unsere Exkursionen und demnächst auch wieder Vorträge und Diskussionen bereichern können. Bei der Pflege der vereinseigenen Grundstücke, im Frühjahr bei der Amphibienbetreuung („Krötenrettung“), beim Anlegen von Hecken und Streuobstwiesen werden immer helfende und zupackende Hände gebraucht. Lernen Sie auf Exkursionen die Schätze des Zweibrücker Landes kennen. Nur, was man kennt, kann man schützen und sich dafür einsetzen. Sie werden sich umso mehr über Ihre NABU-Mitgliedschaft freuen, je aktiver Sie dabei sind. Dazu wollen wir Sie ermutigen.

 

 

Geschenk: ein Strauch für Insekten und Vögel


Kurzmeldungen:

Viel Platz für allerlei Getier in Weselberg

Wer in Weselberg über die Felder spaziert, der kann etwas ganz besonders Schönes entdecken: auf der Streuobstwiese unseres Mitglieds Andreas Schmitt stehen nicht nur jede Menge schöne alte und junge, gepflegte Hochstämme, es finden sich auch Ansitzstangen für Greifvögel und ein XXXXL-Insekten- und Kleintierhotel, wie zumindest ich zuvor noch keines gesehen habe.

Der Insektenturm, der beileibe nicht nur Habitat für Insekten, sondern auch für Kleintiere wie Erdkröten, Marder, Eidechsen, Mauswiesel, Igel, Blindschleiche und Ringelnatter bietet, ist wie folgt aufgebaut: vier Eichenstämme, jeder 6 Meter lang, bilden das äußere Gerüst, so dass ein Turm mit einer Grundfläche von ca. 1,5 x 1, 5 m entsteht. Auf dem Boden zwischen den vier Stämmen liegen lose übereinandergelegt schwere große Bruchsteine aus rotem Sandstein, die jede Menge Platz für sicheren Unterschlupf für Säugetiere und Reptilien bieten.

Über den Sandsteinen hat Andreas mit Holzpfählen eine Zwischenebene angelegt, auf die dann wiederum Lochziegelsteine, Baumstämme mit vorgebohrten Löchern, mit Bambusstäbchen gefüllte Rohre, Rindenmulch in vorbereiteten Drahtkörben und jede Menge Reisig aufgelegt werden.

Eine ganz ganz tolle Naturschutzmaßnahme! Und damit das alles auch noch auf fruchtbaren Boden fallen kann, legt Andreas diesen Turm nicht alleine an- sondern in mehreren Sitzungen (bisher zwei, weitere werden folgen) in Zusammenarbeit mit den Grundschulkindern aus Weselberg.  Miriam und ich waren bei der zweiten Aktion am 19.7.2022 dabei und waren begeistert, wie sehr Andreas die Kinder mit seinen Erklärungen in seinen Bann zieht. Da wurden die Spuren im Gras, die in die Sandsteinhöhlen führten, begutachtet und gemeinsam überlegt, was für ein Tier da wohl seine Wohnung eingerichtet hat. Die Ohrenzwicker im Rindenmulch, auf die manche Kinder vorab erschreckt reagierten, untersuchten die gleichen Kinder etwas später ohne Scheu auf der Hand.

Es wurde im Gras nach Lebewesen gesucht und viel, viel erzählt! Und natürlich halfen alle Kinder und Lehrerinnen beim Füllen der ersten Ebene fleißig mit. Als alle Arbeit getan war, hängten die Kinder in den alten Obstbäumen rundherum noch mit Stroh gefüllte Tontöpfe auf. „Da kann der Ohrenzwicker sich verstecken, und weil der wiederum Blattläuse, die Eier von Apfelwicklern, Milben und Gespinstmotten frisst, bleibt der Apfelbaum gesund“, so Andreas, und die Kinder daraufhin: „Dann tut ja der Baum dem Ohrenzwicker und der Ohrenzwicker dem Baum gut!“

Schon jetzt werden Fichtenzapfen für die Folgeaktion am Insektenturm gesammelt. Bei der ersten Aktion im November letzten Jahres hatte Andreas mit den Kindern auch noch Obstbäumchen gepflanzt, und mit der Kita Weselberg hatte er ein paar Tage vorher etliche Tannenbäumchen auf dem Kita-Gelände gepflanzt. Sind die Bäume in ein paar Jahren groß genug, will die Kita einen Weihnachtsbaumverkauf für die Dorfbevölkerung anbieten - regionaler und nachhaltiger geht es nicht.

Andreas ist aber nicht nur für die Tiere und die Kinder unterwegs - er ist außerdem noch Vorsitzender der sehr aktiven Forstbetriebsgemeinschaft Sickinger Höhe und damit sehr aktiv im Bereich Erwachsenenbildung.

Schön, dass du bei uns mit dabei bist, Andreas, ein echter Gewinn für uns, in jeder Hinsicht!

Karin Grgic, 1001 Bäume


Arbeitseinsatz bei den Storchennestern

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

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